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Die Auswirkungen technologischer Disruption auf die Finanzmärkte

Frank Thelen
Frank Thelen
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Frank Thelen

Der 10xDNA Disruptive Technologies Fonds mit Fokus auf Technologie-Aktien ist ein aktiv gemanagter Fonds von den 10xDNA Capital Partners, mitinitiiert von Frank Thelen. Der Fonds ist handelbar unter der WKN DNA10X. 

In den nächsten zehn Jahren verändert sich unsere Welt stärker als in den letzten 100 Jahren. Neue, sich exponentiell entwickelnde Technologien werden großen Einfluss auf beinahe jeden Bereich unseres Lebens und unserer Gesellschaft haben – nachhaltige Mobilitätskonzepte, grüne Energien, alternative Fleischprodukte und neue Therapieansätze in der Medizin sind nur einige der großen Trends der kommenden Jahre.

Welche Auswirkungen das Aufkommen neuer Technologien auf die Finanzmärkte haben kann, zeigen die Entwicklungen der letzten Jahre. Auf Basis von vier Technologie-Plattformen – Chips, Internet, Cloud, Smartphone – sind mehrere milliardenschwere Unternehmen entstanden. Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft (GAFAM) sind zusammen um ein Vielfaches mehr Wert als der gesamte Dax40.

Die nächste Welle an disruptiven Technologien – darunter künstliche Intelligenz, Roboter, 3D-Druck, 5G, synthetische Biologie und neue Energien – steht bereits an der Schwelle zur breiten Adaption. Die zu erwartenden Marktverschiebungen durch neuartige Tech-Unternehmen bringen für Anleger große Chancen mit sich, oftmals aber auch eine deutlich höhere Volatilität als bei “klassischen” Aktien. Sie erfordern eine andere Expertise, da sich diese meist noch jungen Tech-Firmen nicht nach den klassischen Value-Investing-Kriterien bewerten lassen. Viele disruptive Tech-Unternehmen gehen bereits sehr früh an die Börse, teilweise über sogenannte Special Purpose Acquisition Companies (SPACS), und bringen somit ein erhöhtes Risiko mit, sollte die Technologie sich nicht wie geplant entwickeln. Erreicht das Unternehmen seine ambitionierten Ziele, besteht allerdings die Chance auf eine exponentielle Wertentwicklung. Diese Gemengelage gilt es als Anleger abzuwägen und dann nach dem eigenen Risikoprofil zu entscheiden, inwieweit man an diesen zu erwartenden Marktbewegungen teilhaben möchte. Meiner Meinung nach sollte sich jeder mit den neuen Technologien und den jeweiligen Unternehmen auseinandersetzen, auch um Verschiebungen in bestehenden Märkten einschätzen zu können.

Um diese jungen Tech-Unternehmen wirklich fundiert bewerten zu können, braucht es jedoch ein tiefgreifendes technologisches Verständnis. Im Venture-CapitalBereich konzentriere ich mich mit Freigeist schon lange auf Technologie-Start-ups und übertrage diesen Ansatz auch schon seit einiger Zeit für mein privates Vermögen erfolgreich auf den Aktienmarkt. Mit den 10xDNA Capital Partners haben wir nun ein Expertenteam aus Biologen, Chemikern, Physikern und Kapitalmarktexperten aufgebaut, das uns bei der fundierten Analyse neuer Tech-Unternehmen unterstützt. Ziel ist es, Unternehmen mit einer 10xDNA zu identifizieren, die GAFAMs von morgen, die unser Leben hoffentlich grüner, sicherer und effizienter machen. Denn ich bin überzeugt, dass die neuen Technologien nicht nur positive Wertentwicklung an den Märkten, sondern auch einen Mehrwert für unseren Planeten und unseren Alltag schaffen werden.

Sie möchten mehr erfahren?

Besuchen Sie 10xdna.com.

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Das Fondsstandortgesetz: Bringt es die erhofften Impulse?

Am 20. Januar hat die Bundesregierung den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des deutschen Fondsstandortes (FoG) verabschiedet. Das Gesetz dient der Umsetzung von EU-Vorgaben zum grenzüberschreitenden Vertrieb von Investmentfonds sowie der Verankerung europäischer ESG-Informationspflichten. Der Gesetzgeber hat diese Verpflichtung zum Anlass genommen, eine Reihe von weiteren Maßnahmen auf den Weg zu bringen, durch die der deutsche Fondsstandort gegenüber Standorten wie z. B. Luxemburg wettbewerbsfähiger gemacht werden soll.

Jochen Schenk

Vizepräsident des ZIA,
Vorstandsvorsitzender Real I.S. Group

Im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), dem Rahmenregelwerk für Auflage und Verwaltung von Investmentfonds, sollen durch gezielte Anpassungen Fondsstrukturierung, -dokumentation und Berichterstattung erleichtert werden. Daneben sollen Schriftformerfordernisse aufgehoben und perspektivisch auf die elek-tronische Kommunikation mit der BaFin umgestellt werden. All das lässt sich hören, wirklich interessant wird es allerdings erst bei den Fondsvehikeln. Der Gesetzgeber spricht von einer Erweiterung der Produktpalette und führt verschiedene neue Fondsvehikel ein, darunter das Infrastruktur-Sondervermögen, das zukünftig als offener Publikums-AIF aufgelegt werden kann. 

Geschlossene AIF, die in Immobilien und andere Sachwerte investieren, können bisher nur als Investmentkommanditgesellschaft (InvKG) oder Investmentaktiengesellschaft aufgelegt werden. Durch das FoG soll ihnen zukünftig auch das Sondervermögen und damit eine bis-her nur für offene AIF zugängliche Rechtsform zur Verfügung stehen. Die Einführung der neuen Rechtsform, die auf eine Idee des ZIA zurückgeht, darf als Paradigmenwechsel verstanden werden, wenngleich das geschlossene Sondervermögen im Regierungsentwurf bisher auf das Segment der Spezial-AIF beschränkt bleibt. Mit Blick auf das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren sollte die neue Rechtsform auf geschlossene Publikums-AIF ausgedehnt werden. So benötigt der in den letzten Jahren stark rückläufige Markt (prospektiertes Fondsvolumen 2019 ca. 1,5 Mrd. Euro gegenüber knapp 10 Mrd. Euro 2012) dringend neue Impulse. Für den Retail-Bereich verspricht das Sondervermögen gegenüber dem KG-Modell Verschlankungen für Auflage, Verwaltung und Vertrieb und könnte zudem auch in Sachen Digitalisierung und Anlegerakzeptanz punkten. Dass Privat-anleger händeringend nach alternativen Anlagemöglichkeiten suchen, dürfte ohnehin für eine Erstreckung auf das Publikums-Segment sprechen.

Aber auch für den an institutionelle Anlegergruppen gerichteten Spezial-AIF dürfte das neue Vehikel ein Gewinn sein: So kann zukünf-tig die schlanke Rechtsform des Sondervermögens mit den liberalen Produktregelungen des geschlossenen Spezial-AIF kombiniert werden. Um das Produkt attraktiv zu machen, bedarf es allerdings noch Anpassungen im Investmentsteuerrecht, durch die die steuerliche Transparenz wie für offene Spezial-AIF möglich wird. Auch hieran sollte im weiteren Gesetzgebungsverfahren unbedingt gearbeitet werden.

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