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Home » THE FUTURE OF WORK » Hybrides Arbeiten: Mehr als verschiedene Arbeitsorte
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Hybride Arbeitsformen sind längst keine Übergangslösung mehr, sondern fester Bestandteil unserer modernen Arbeitsrealität. Viele Unternehmen haben flexible Arbeitsformen etabliert, in denen Beschäftigte je nach Aufgabe, Situation und Lebensphase an unterschiedlichen Orten tätig sind: im Büro, unterwegs, zu Hause oder in wechselnden Arbeitsumgebungen. Und doch läuft nicht automatisch alles glatt. Hybrides Arbeiten will gut organisiert sein, es ist weit mehr als eine Mischung aus Präsenz und mobilem Arbeiten. Es verändert Abläufe, Rollen und Erwartungen – und stellt insbesondere Führungskräfte vor die Aufgabe, Teams zu koordinieren, die nicht mehr am selben Ort zusammenkommen.

Nada Göltzer

Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der VBG

Nada Göltzer ist ausgebildete Aufsichtsperson und setzt sich für sicheres, inklusives und gleichberechtigtes Arbeiten ein

Hybrid zu führen, heißt heute: Verantwortung neu zu denken und Beziehungen bewusster zu gestalten.

Beim hybriden Arbeiten geht viel von dem direkten Kontakt verloren. Vor allem die kleinen, täglichen ungeplanten Begegnungen, die vertrauensvolle Beziehungen fördern – am Kaffeeautomat, im Aufzug, auf dem Büroflur – fehlen. Sind direkte Kontakte selten, wird der bewusste Aufbau tragfähiger Beziehungen wichtiger. Dazu gehört, die Stärken und Entwicklungsfelder seines Teams zu kennen, den Arbeitskontext zu verstehen und Transparenz zu gewährleisten. Routinen können dabei helfen, den in Präsenz sonst beiläufigen Kontakt auch im hybriden Umfeld aufrecht zu erhalten. Das können kurze, aufgabenbezogene Abstimmungen mit einzelnen Teammitgliedern sein, ebenso wie regelmäßig geplante, thematisch strukturierte Teammeetings – täglich, wöchentlich oder monatlich.

Auch der Umgang mit Konflikten ändert sich. Emotionale Zwischentöne und zwischenmenschliche Signale sind auf Distanz einfach schwerer wahrnehmbar. Daher ist es wichtig, ein Umfeld von Vertrauen und psychologischer Sicherheit zu schaffen. Mitarbeitende brauchen ein Umfeld, in dem sie sich sicher fühlen und offen sagen, was sie denken. Deshalb sind Führungskräfte gefordert, Themen aktiv anzusprechen, wenn sie Anzeichen von Überlastung oder Konflikten in ihrem Team wahrnehmen.

Durch hybride Arbeit steigt der Grad der Selbstbestimmung und individueller Verantwortung im Team

Eine klare Kommunikation von Erwartungen und transparenten Zielen geben hier Orientierung. Im Mittelpunkt sollten nicht klassische Steuerungsmechanismen im Sinne von Kontrolle stehen. Die Führungskraft ist vielmehr gefragt, Sicherheit zu geben und Vertrauen aufzubauen.

Auch, wenn wir es längst gewohnt sind hybrid zu arbeiten, ist es sinnvoll, grundlegende Fragen der Zusammenarbeit regelmäßig im Team zu reflektieren. Vereinbarungen, die partizipativ entstehen, werden im Alltag besser getragen und konsequenter gelebt. Davon profitieren Führungskräfte und Teams gleichermaßen.

Fest steht: Hybride Arbeitsmodelle verändern die Rolle von Führungskräften nachhaltig

Die gesetzliche Unfallversicherung VBG unterstützt Unternehmen dabei, diesen Wandel gesund, sicher und zukunftsorientiert zu gestalten. Dazu gehören praxisnahe Angebote wie das Onlinetool Team Agreements, mit dem Teams gemeinsame Vereinbarungen zur hybriden Zusammenarbeit einfach und ohne externe Unterstützung entwickeln können. Das VBG-Fachwissen „Gestaltung hybrider Arbeitsformen“ bietet zudem einen kompakten Überblick über zentrale Merkmale, Chancen und Risiken – und zeigt, wie hybride Arbeit gesund und sinnvoll gestaltet werden kann.

Einen umfassenden Überblick über das Präventionsangebot der VBG rund um mobile und hybride Arbeit finden Sie hier:

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