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Home » Investment Guide » Regeln statt Emotionen – „Ein Algorithmus kennt weder Zweifel noch Hoffnung“
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Vollautomatisiertes Trading verändert derzeit rasant den Privatanlegermarkt. Was früher überwiegend professionellen Marktteilnehmern vorbehalten war, ist heute auch für Privatanleger zugänglich. Automatisierte Strategien ermöglichen es, klar definierte Regeln konsequent umzusetzen – gleichzeitig bleiben Kapitalmarktanlagen mit erheblichen Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden und sind nicht für jeden Anleger geeignet. 

Die LIT Algo Solutions GmbH entwickelt Software, mit der Anwender regelbasierte Strategien in ihrem eigenen Depot umsetzen. Die Nutzer verwalten ihr Vermögen selbst und in eigener Verantwortung; LIT erbringt keine individuelle Anlageberatung und keine Finanzportfolioverwaltung.
Im Gespräch erläutert Dr. Matthias Blankenberg-Teich, warum Emotionen häufig der größte Gegner privater Anleger sind, was robuste Handelssysteme auszeichnet und welchen Ansatz Lazy Index Trading verfolgt. 

Dr. Matthias Blankenberg-Teich

CEO und Founder der LIT Algo Solutions GmbH

Herr Blankenberg-Teich, vollautomatisiertes Trading wird immer populärer. Warum gewinnt dieser Ansatz mittlerweile auch im Privatanlegerbereich so sehr an Bedeutung?

Viele Privatanleger stellen fest, dass ihr größtes Hindernis nicht das fehlende Wissen ist, sondern die eigenen Emotionen. Man weiß häufig, was aus rationaler Sicht sinnvoll wäre – und entscheidet im entscheidenden Live-Moment trotzdem anders.

Genau hier setzt vollautomatisiertes Trading an:

Die Strategien werden vorab definiert, die Regeln sind klar beschrieben, und es gibt keinen Interpretationsspielraum in der täglichen Umsetzung.

Der Algorithmus setzt Vorgaben konsistent um und reagiert nicht auf Angst, Gier oder Stress. Das kann Anlegern helfen, strukturierter und disziplinierter zu investieren. Gleichwohl bleiben Markt- und Kursrisiken bestehen; auch ein Algorithmus kann Verluste nicht verhindern.

Was unterscheidet einen Algorithmus vom menschlichen Trader?

Ein Algorithmus kennt weder Zweifel noch Hoffnung. Er wird nicht müde, er wird nicht gierig und er lässt sich nicht zu „Rache-Trades“ hinreißen. Er handelt nach vordefinierten Regeln – konsistent, wiederholbar und ohne Stimmungsschwankungen.

Unsere Software ermöglicht es den Anwendern, solche Regeln in ihrem eigenen Depot umzusetzen. Die Nutzer bleiben jederzeit Herr über ihr Konto, können Strategien aktivieren, deaktivieren oder das Risikoprofil individuell anpassen und behalten damit die vollständige Kontrolle über ihre Vermögensverwaltung.

Wichtig ist: Auch bei algorithmischen Handelssystemen gibt es keine Rendite ohne Risiko.

Wie entstehen solche Strategien? 

Die Basis bildet ein umfangreiches Backtesting auf Grundlage historischer Marktdaten über lange Zeiträume. Wir prüfen, wie sich eine Strategie in unterschiedlichen Marktphasen verhält – in Krisen, in Seitwärtsmärkten und in Phasen starken Momentums – und ob sie über verschiedene Märkte hinweg eine robuste Struktur zeigt.

Nur Konzepte, die in vielfältigen Bedingungen belastbare Ergebnisse liefern und sich im Live-Test bewähren, kommen überhaupt in Betracht. Intuition spielt in der Entwicklung keine Rolle; ausschlaggebend sind Daten, Statistik und saubere Methodik.

Gleichzeitig sind Backtests immer Simulationen der Vergangenheit. Sie können wertvolle Hinweise liefern, sind zwar eine Prognose aber keine Garantie für die Zukunft. Marktbedingungen ändern sich, und es bleibt stets das Risiko, dass sich eine Strategie in der Zukunft anders entwickelt als in der Vergangenheit. 

Manche Anleger glauben, je komplexer die Strategie ist, desto besser. Teilen Sie diese Ansicht?

Ganz klar: nein. Unsere Erfahrung zeigt, dass einfache, elegante und klar nachvollziehbare Strategien oft zuverlässiger funktionieren. Wenige, stringente Regeln reagieren häufig robuster auf Marktveränderungen und sind weniger anfällig für Überoptimierung.

Wir arbeiten mit statistisch belegbaren Mustern wie Mean Reversion, saisonalen Effekten oder Volatilitätsausbrüchen. Das Ziel ist nicht die maximale Rendite um jeden Preis, sondern ein aus unserer Sicht überzeugendes Chance-Risiko-Verhältnis. Anleger sollten sich bewusst sein, dass jede Strategie – ob einfach oder komplex – Phasen von Drawdowns durchläuft.

Gibt es auch Risiken beim automatisierten Trading?

Ja, selbstverständlich. Auch automatisierte Systeme erleben Drawdowns, ruhigere Phasen oder Situationen, in denen bewährte Muster vorübergehend nicht mehr funktionieren. Das gehört zu Kapitalmarktanlagen einfach dazu. Das ist auch der Grund, warum wir nicht auf einzelne Strategien setzen, sondern auf ein Strategie-Portfolio, in dem sich Strategien gegenseitig ergänzen.

Wesentlich ist, dass Risikobegrenzungen von Beginn an fest eingebaut sind. Unsere Strategien arbeiten mit klar definierten Risiko- und Positionsgrößenregeln sowie Stop-Loss-Mechanismen. Zusätzlich berücksichtigen wir Szenarien wie hohe Volatilität oder sprunghafte Marktbewegungen.

Automatisierung ist kein Wundermittel. Sie kann helfen, impulsive Fehlentscheidungen zu vermeiden und Disziplin zu sichern – sie kann aber Verluste nicht ausschließen. Anleger sollten daher nur Kapital einsetzen, dessen Verlust sie finanziell und psychologisch verkraften können, und eine zu ihrer persönlichen Risikotragfähigkeit passende Lösung wählen. 

Für wen eignet sich vollautomatisiertes Trading?

Vor allem für Menschen, die datenbasiert investieren möchten, aber im Alltag keine Zeit haben, sich täglich intensiv mit den Märkten zu beschäftigen. Viele unserer Nutzer sind Unternehmer oder Führungskräfte, die ihr Kapital strukturiert und regelbasiert anlegen wollen, ohne selbst jeden einzelnen Trade manuell auszuführen.

Unsere Software richtet sich an Anleger, die ihr Depot eigenverantwortlich führen, sich aber beim Regelwerk und bei der Umsetzung auf klare, datenbasierte Prozesse stützen möchten. Automatisierte Ansätze können auch für Anleger interessant sein, die sich bewusst einen Rahmen geben möchten, um emotionale Ad-hoc-Entscheidungen zu vermeiden.

Gleichzeitig ist vollautomatisiertes Trading nicht für jeden geeignet: Eine gewisse IT-Affinität muss vorhanden sein.

Wer den PC scheut wie der Teufel das Weihwasser wird auf lange Sicht mit Algo-Trading nicht glücklich werden.

Wie ordnen Sie den Ansatz von Lazy Index Trading in diesem Umfeld ein? 

Lazy Index Trading ist eine Softwarelösung, die wissenschaftlich geprüfte Handelslogiken mit moderner Automatisierung und einem konsequenten Risikomanagement verbindet. Die Strategien werden in der Software abgebildet; die Anwender setzen diese in ihrem eigenen Depot um und verwalten ihr Vermögen selbst. 

Im Zentrum steht ein aus unserer Sicht ausbalanciertes Chance-Risiko-Verhältnis – nicht die kurzfristige Maximierung einzelner Trades. Unser Ziel ist es, Anlegern einen Rahmen zu bieten, in dem sie objektiv, datengestützt und langfristig investieren können, ohne selbst stundenlang Charts zu analysieren oder komplexe Strategien zu erlernen. 

Dabei handelt es sich nicht um eine Garantie für Erfolge, sondern um einen systematischen Ansatz, der Disziplin, Transparenz und reproduzierbare Entscheidungsprozesse in den Vordergrund stellt. Die letztendlichen Anlageentscheidungen und die Verantwortung für das eigene Depot verbleiben stets beim Nutzer. 

Weitere Informationen finden Sie unter:

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