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Home » Karriere in MINT » Reboot – Raus aus alten Denkmustern, rein in die IT
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Der Fachkräftemangel in Deutschland ist besonders in der IT seit Jahren spürbar. Unternehmen suchen qualifizierte Fachkräfte – und gleichzeitig bleibt ein großes Potenzial ungenutzt: Frauen, die sich beruflich neu orientieren möchten, ziehen eine Karriere in der IT oft gar nicht erst in Betracht. Nicht aus Mangel an Fähigkeiten, sondern aus Unsicherheit, fehlenden Vorbildern oder der Vorstellung heraus, Technik sei nichts für sie. Wie dieser Knoten platzen kann, zeigt die Geschichte von Meral Karagül – und ihr Weg beweist, dass der Einstieg in die IT längst nicht nur jungen Berufsstarterinnen offensteht.

Im Kurs Berührungsängste abgebaut

Karagül ist 39 Jahre alt und Mutter zweier Kinder, als sie den Entschluss fasst, sich beruflich neu zu orientieren. Dabei stellte sich für sie schnell die Frage: Wäre die IT vielleicht was für mich – und kann ich das überhaupt? Antworten fand sie beim bundesweit tätigen Bildungsträger GFN, der seit über 30 Jahren auf IT‑Qualifizierung spezialisiert ist und zu den führenden Anbietern geförderter IT‑Umschulungen und ‑Weiterbildungen in Deutschland gehört. Im Trainingscenter Freiburg belegte Meral Karagül einen Orientierungskurs speziell für Frauen, die sich für einen beruflichen Neustart in der IT interessieren.

Ziel dieser Schnupperkurse ist es, Berührungsängste zu nehmen und praktische Einblicke zu geben. „Da wird dann auch mal ein PC oder Laptop auseinandergebaut“, erklärt Felix Precht, Karagüls ehemaliger Ausbilder in Freiburg. Man wolle Hemmschwellen abbauen und zeigen, dass IT lernbar ist. Seine Erfahrung: Frauen arbeiten strukturiert, zielstrebig und sind im IT-Bereich höchst willkommen. „Es fehlt oft nicht an Talent, sondern an Zutrauen“, ergänzt Standortleiterin Kamila Kadié. Dabei spricht vieles für die IT-Branche: flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle, oft Remote- oder Homeoffice-Möglichkeiten – plus sichere, meist gut bezahlte Jobs mit Perspektive. Meral Karagül jedenfalls war sich nach dem Kurs sicher: „Das ist mein Weg.“

Als Umschülerin App programmiert

Kurz danach, im Januar 2024, startete sie ihre Umschulung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung bei GFN. Zwei intensive Jahre folgten – mit hoher Lernbelastung, aber klarem Ziel. „Ich habe nach dem Vollzeit-Unterricht oft noch bis spät in die Nacht gelernt“, erinnert sie sich. In der Gruppe habe man sich immer wieder gegenseitig motiviert, und trotzdem gab es Momente, in denen sie kurz davor war, aufzugeben. Irgendwann kam der Wendepunkt: „Mit der Zeit hat sich alles sortiert – plötzlich habe ich Zusammenhänge wirklich verstanden.“

Bereits in der betrieblichen Praktikumsphase während der Umschulung nutzte sie ihre Chance: In ihrem Praktikumsbetrieb, einer Behörde, programmierte sie eine App zur Prozessautomatisierung. Heute arbeitet sie dort fest angestellt als Entwicklerin – in Vollzeit, mit Homeoffice-Optionen. Ob Anwendungen, kleinere Digitalisierungsprojekte oder Unterstützung der Verwaltungskollegen im Support vor Ort – die Aufgaben sind vielfältig.

Mit Code echte Probleme lösen

Karagül fühlt sich angekommen. „Mich fasziniert, dass man mit ein paar Zeilen Code echte Probleme lösen kann. Und die IT bietet mir die Flexibilität, die ich für mein Leben brauche.“ Was viele zudem nicht wissen: Der Staat belohnt berufliche Weiterbildung mit attraktiven Förderungen. Mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit ist die Teilnahme an einer IT-Umschulung oder -Weiterbildung bei zertifizierten Bildungsträgern wie GFN in der Regel kostenlos. Meral Karagüls Tipp für alle, die gerade erst loslegen:

Foto: privat (Meral Karagül)

Man muss nicht alles können, bevor man startet. Man muss nur den Mut haben, anzufangen. Es lohnt sich.

Weitere Informationen unter:

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