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Die Bremer Vector Foiltec ist Spezialist für Folienbau für Dach- und Fassadensysteme. Das Geschäft ist weltweit in einzelne Projekte verstreut. Ein Familienunternehmen kommt dabei schnell an finanzielle Grenzen. Das Unternehmen nutzte daher zur Eigenkapitalstärkung und zur Wachstumsunterstützung eine Mezzanine-Finanzierung. Damit konnte das mittelständische Unternehmen das wirtschaftliche Eigenkapital vergrößern und somit die Voraussetzungen für weiteres Wachstum schaffen.


Dem Folienspezialisten entgingen oftmals Großaufträge durch mangelnde Eigenkapitalkraft. Großprojekte, wie das Olympia-Schwimmzentrum in Peking, zeugen häufig von aufmerksamkeitsstarker Architektur, die ohne die speziellen ETFE-Foliensysteme der Bremer nicht möglich wäre. Im Grunde war die Ausgangslage sehr vorteilhaft, wäre Philipp Lehnert, der Geschäftsführer der Vector Foiltec Gruppe, nicht ständig von Großkunden auf die Kapitalstärke seines Unternehmens angesprochen worden.

„Die Finanzierung der Projekte wurde ein immer größeres Thema und letztlich der limitierende Faktor für das weitere Wachstum“, sagt Lehnert. Die sukzessive Ausweitung der Kreditlinien stieß irgendwann an Grenzen. Weiteres Eigenkapital kam für Lehnert nicht infrage. Mezzanine-Kapital war daher als Finanzierungsbaustein die perfekte Lösung. „Mit einer Genussrechtsfinanzierung konnten wir die optimale Lösung erzielen“, so Lehnert.

„Mit Mezzanine-Kapital schließen wir die Finanzierungslücke zwischen Gesellschaftern und Banken, um beispielsweise weiteres Wachstum zu ermöglichen“, so Lars Gehlhaar, Geschäftsführer von M Cap Finance. Und: „Als nachrangiger und passiver Mittelstandsfinanzierer belassen wir langfristig die unternehmerische Entscheidungsfreiheit weiterhin beim Unternehmer und geben den entscheidenden Rückhalt.“

Philipp Lehnert entschied sich für nachrangiges Genussrechtskapital. Dadurch stärkte er langfristig die Eigenkapitalbasis und der Folienspezialist konnte mehrere internationale Großaufträge gewinnen: „Wir spielen nun in der Topliga der Bauindustrie für komplexe Dach- und Fassadenanforderungen. Das Zusammenspiel mit dem Finanzierer M Cap Finance war von Anfang an stets fair und auf Augenhöhe.“

Das Beispiel zeigt, wie wichtig eigenkapitalnahe Finanzierungsmittel als Bestandteil der Gesamtfinanzierung für den Mittelstand geworden sind. Die Möglichkeit der Ausweitung des Finanzrahmens und das verbesserte Kreditrating gegenüber klassischen Banken bildeten die Grundlage für weitere internationale Großaufträge.

Zudem bleibt Lehnert weiter der Kapitän auf der Brücke. Durch das strukturierte Genussrechtskapital entsteht kein Verwässerungseffekt auf der Gesellschafterseite.

Mezzanine-Finanzierung

Mezzanine-Kapital ist geeignet für Firmen mit stabilem Cashflow, aber mit zu geringer Eigenkapitalbasis für weitere klassische Kreditfinanzierung über Banken. Mezzanine-Kapital bietet sich insbesondere für folgende Finanzierungsanlässe an:

Expansions-/Wachstumsfinanzierungen dienen unter anderem dazu, die Produktionskapazitäten zu erweitern, neue Märkte oder Produkte zu erschließen und Wachstumsschübe aktiv mitzugestalten.

Unternehmen, die die Übernahme eines Wettbewerbers planen, benötigen zur Realisierung ihrer Akquisitionspläne regelmäßig risikobereite Kapitalgeber. In vielen Fällen verfügen Unternehmen nicht über die nötigen Liquiditätsreserven.

In Nachfolgesituationen und Buy-out-Transaktionen kommt Mezzanine-Kapital zum Einsatz, um die Finanzierungsstruktur einer Transaktion zu optimieren. In der Regel verfügt beim MBO das Management nicht über die nötigen Mittel, um den erforderlichen Eigenkapitalanteil aufzubringen.

Im Fall von Refinanzierungen und Reorganisationen der Kapitalverhältnisse spielt Mezzanine-Kapital eine wichtige Rolle. Konkrete Anlässe können die Fälligkeit einer bestehenden Finanzierung oder auch eine geplante größere Ausschüttung eines Familienunternehmens sein.

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Förderprogramm für marktorientierte Projekte von KMU und Start-ups.

Tim Schüürmann

Berater bei der ZENIT GmbH

Mit bis zu jeweils 17,5 Mio. Euro unterstützt die EU seit dem Sommer 2019 besonders leistungsstarke kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Start-ups, die disruptive Ansätze und Projekte mit hohem Wachstumspotenzial angehen möchten. Die Förderung setzt sich aus einem Zuschuss von bis zu 2,5 Mio. Euro und einer Finanzierung von bis zu 15 Mio. Euro zusammen. Grundlage ist der European Innovation Council, kurz EIC, der in das laufende EU-Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung, Horizon 2020, eingebunden ist. Gefördert wird die letzte Entwicklungsphase vor der Markteinführung. Zum EIC gehört unter anderem der Accelerator, der zurzeit in einer Pilotphase getestet wird. Er ist themenoffen angelegt; auch Einzelantragstellungen sind möglich. Das in seiner Struktur einzigartige Programm ist dank hoher Zuschüsse besonders attraktiv.

Mit dem Start der Pilotphase stellt die EU noch stärker auf risikoreiche, radikale und marktwirtschaftlich orientierte Innovationen ab. Sie formuliert dabei den Anspruch, dass Innovationen den Bedürfnissen der Nutzer und Kunden gerecht werden sowie gesellschaftliche, technologische und wirtschaftliche Herausforderungen nachhaltig angehen müssen. Jeweils drei neutrale Gutachter bewerten die Anträge sowohl mit Blick auf den Innovationsgrad als auch auf das Marktpotenzial. Erfolgreiche Bewerber erhalten zusätzlich zur Projektförderung ein Business-Coaching.

Der Pilot des EIC läuft in seiner jetzigen Form bis Ende 2020. Stichtage sind der 8. Januar 2020, 18. März 2020, 19. Mai 2020, 7. Oktober 2020.

Kostenlose Beratung 

Um der Komplexität des Verfahrens gerecht zu werden, empfehlen Förderexperten: Kein Antrag ohne Beratung. Ausgewiesene Experten sind zum Beispiel die regionalen Partner des Enterprise Europe Network. Das 2008 gestartete EU-Netzwerk ist mit über 600 Partnern in über 60 Ländern aktiv. Allein in Deutschland gibt es 13 Partnerorganisationen, die kleine und mittlere Unternehmen bei deren Internationalisierungs- und Innovationsvorhaben unterstützen. In Nordrhein-Westfalen ist dies das NRW.Europa-Team, das unter anderem bei der Anbahnung von Geschäftskontakten und Kooperationen, der Antragstellung für europäische Forschungsprojekte und- Förderprogramme, der Erschließung neuer Märkte, dem Transfer von Know-how und Technologien oder dem Zugang zu Finanzierungsinstrumenten hilft. Wegen der EU-Förderung und einer Kofinanzierung durch das Land NRW sind die Beratungsleistungen in der Regel kostenfrei. Das gilt auch für die Angebote der anderen deutschen Partner des Netzwerks.

Ausblick 

Ab 2021 gilt für Förderungen aus Brüssel der neue mehrjährige Finanzrahmen (2021 bis 2028) und daran gebunden eine neue Förderperiode im Nachfolgeprogramm Horizon Europe. Die derzeitigen Planungen sehen den EIC als wichtigen Baustein der Innovationsförderung, die genaue Ausgestaltung und Budgetierung ist allerdings noch offen. Für die Stimulierung von bahnbrechenden Innovationen lautet der EU-Kommissionsvorschlag: 10,5 Mrd. Euro EIC-Gesamtbudget inklusive 500 Mio. Euro für ein europäisches Innovations-Ökosystem.

Die Enterprise Europe Network-Partner freuen sich darauf, für innovative Unternehmen aktiv werden zu können.

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