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Das Startup FamilyPunk besteht aus den Gründerinnen Dr. Jutta Merschen und Janet Thiemann-Zwinzscher. Mit FamilyPunk sind sie Teil des Media Startup Fellowship Programms beim Media Lab Bayern. Dort werden sie über einen Zeitraum von neun Monaten spezifisch gefördert. Das Media Lab Bayern hat es sich auf die Fahnen geschrieben, Startups und Innovatoren in der Medienbranche zu fördern. Im Interview sprechen Media Lab Geschäftsführerin Lina Timm und Jutta Merschen, Co-Founder und Geschäftsführerin von FamilyPunk, mit uns über die Vorteile des Programms.

Wie kam es zur Gründung des Media Labs und welche Ziele verfolgte man damit?

Geschäftsführerin des Media Lab Bayern Lina Timm (© Thomas Kiewning, BK Media Solutions)

L. Timm: Vor fünf Jahren haben wir zusammen mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) das Media Lab gegründet, weil wir mehr Innovation in der Medienbranche fördern wollten. Die Grundidee war einen Ort als Coworking-Space zu schaffen, wo innovative Leute zusammenkommen. Ihnen wollten wir auch das bieten, was oft zuerst fehlt: Geld. Daher sollte das Media Lab ein Hub werden, an dem Innovation auf Förderung trifft. Seit dem ersten Batch an Startups und Ideen fragen wir ganz konkret: Was brauchen unsere Gründer/ -innen? Daraus ist nach und nach unser heutiges Förderungsprogramm entstanden.

Wie läuft der Auswahlprozess beim Media Lab ab und was ist Startups bei der Förderung wichtig?

L. Timm: Die Auswahl erfolgt vor allem durch Ausschlusskriterien. Wir haben mittlerweile viele qualitativ hochwertige Bewerbungen, sodass die Auswahl oft schwerfällt. Wir sind eine Medienförderung, das heißt die Produkte müssen natürlich etwas mit Medien zu tun haben. Ein journalistischer Aspekt ist uns auch wichtig. Egal, ob es dann Geschäftsmodelle, Strategien oder neue Content-Angebote sind. Wer zu wenig Innovationsgrad hat, fällt schnell raus. Wobei auch unsere Definition von Innovation im ständigen Fluss ist und immer wieder neu angepasst wird. Um am Ende die endgültige Entscheidung zwischen vielen großartigen Ideen und Startups zu treffen, blicken wir über das Papier hinaus. Wir machen ein Drei-Tages-Bootcamp, um zu sehen, wie die Gründer/ -innen und Teams aufgestellt sind. Richtig gute Teams bringen auch eine eher mittelmäßige Idee zum Fliegen. Unser Programm ist auf ein Miteinander angelegt, daher ist Coachability sehr wichtig.

J. Merschen: Als Gründer(in) muss man zwischen reinen Förderungen und Acceleratorprogrammen unterscheiden. Man sollte sich fragen: „Warum suche ich einen „Beschleuniger?“ Es geht darum, dabei jemanden zu finden, der das Konzept, welches man selbst verfolgt, auch wirklich in allen Bereichen fördert. Da war für uns das Media Lab die perfekte Mischung aus finanzieller Förderung, Input, Mentoring und Coaching.

Jutta Merschen mit Coachin Pranjal Henning (© Thomas Kiewning, BK Media Solutions)

Wie läuft das Media Startup Fellowship Programm ab?

L. Timm: Es handelt sich dabei derzeit um ein dreiphasiges Programm über neun Monate hinweg. Die erste Phase befasst sich mit dem Produkt: Wie wird nach drei Monaten aus dem Prototypen ein marktvalides Produkt. Dann kommt die Sales-Phase, in der wir mit den Teams am Geschäftsmodell arbeiten und klären, was verkaufen wir an wen zu welchem Preis. In der dritten Phase geht es um die Finanzierung. Hier wollen wir den Teams so weiterhelfen, dass sie am Ende auf eigenen Beinen stehen können und idealerweise keine Förderung mehr brauchen. Unser Job ist gut gemacht, wenn nach neun Monaten ein Startup entstanden ist, das sich ohne Fördergelder über Wasser halten kann.

J. Merschen: Wir haben das auch genauso miterlebt. Diese Phasen sind echte Meilensteine, man ist als Startup gezwungen, sich auf konkrete Dinge zu fokussieren. Im Coaching stellen dir Experten viele Fragen und ermutigen dich, deine Ideen ständig zu hinterfragen und immer weiterzudenken.

Warum passen FamilyPunk und das Media Lab so gut zusammen?

J. Merschen: Wir qualifizieren uns als Medienstartup, weil wir innovativen Content to go anbieten. FamilyPunk ist der digitale Coach für Eltern. Wir helfen Eltern mit unseren kurzen Audio- und Bloginhalten ihre Kinder großzuziehen, ohne dabei wahnsinnig zu werden.

L. Timm: Uns hat total überzeugt, dass hier zwei Gründerinnen sind, die so viel Ahnung von ihrem Fach haben, so strukturiert waren und viel mitbrachten. Die Vorarbeit war da, ohne dass die Lösung schon da war. Es ist uns immer sehr wichtig zu sehen, dass die Gründer*innen für ihre Sache brennen, und das tun die beiden ganz sicher.

Was ist das Besondere am Media Lab Bayern?

J. Merschen: Wir sind aktuell in der dritten Phase des Fellowships, aber wir merken jetzt schon, dass wir auf eigenen Beinen laufen müssen. Und das ist richtig und wichtig! Wir sind sehr zufrieden mit unserer Entscheidung für das Media Lab. Jeder, der ein Konzept oder eine Idee aus der Medienwelt hat, ist hier super aufgehoben! Man wird je nach Need und Phase des Fellowships bestens in allen Bereichen betreut, sowohl über das Mentoring, aber vor allem im Coaching, wo wir von Experten dabei unterstützt werden, selbst Lösungen zu erarbeiten und uns zu reflektieren.

Coaching mal anders: Team im Bällebad (© Tim Wessling)

L. Timm: Die gesamte erfolgreiche Arbeit mit all den tollen Startups wie FamilyPunk basiert vor allem auf unserem super Team und all den Coaches und Experten. Da haben wir wirkliche Glücksgriffe mit dabei. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass unser Modell nicht so gut funktionieren würde, wenn wir nicht ständig im Dialog mit den Startups wären. Wir haben das Programm von Anfang an immer wieder weiterentwickelt, weil wir konstant nach den Bedürfnissen der Teams gefragt haben. Das Wichtigste für uns ist die Gründer voranzubringen.

Was habt ihr noch vor und wie sehen eure nächsten Schritte aus?

J. Merschen: Wir wollen aus unserer Lösung, also all unseren kleinen Content-Einheiten, ein Produkt schaffen. Alle Texte und Audio-Beiträge sollen in einer mobilen App verfügbar sein. Dafür nutzen wir unser bisher gesammeltes Wissen und überholen den bereits bestehenden Prototypen. Dann soll es sehr schnell daran gehen, die erste Version an den Markt zu bringen und zu testen. Über das nächste Jahr hinweg wollen wir dann prüfen, welche Kanäle optimal mit unserer Zielgruppe zusammenpassen. Das bedeutet auch, dass wir davon ausgehen mit den richtigen Kanälen auch unsere Jahresziele wie etwa Reichweite zu erreichen.

L. Timm: Die Medienbranche wandelt sich so schnell. Vor Corona konnte ich ein halbes Jahr nach vorne blicken, jetzt während Corona maximal noch drei Monate. Unsere Vision bleibt aber weithin die gleiche: Das Media Lab Bayern unterstützt die Medienbranche darin, innovativer zu werden. Da man immer innovativer werden kann, ist diese Aufgabe auch nie erledigt. Das Startup-Programm funktioniert immer besser und entwickelt sich stetig weiter. Im kommenden Jahr wollen wir die Vernetzung zwischen etablierten Medienhäusern und den Startups verbessern. Wir wollen jedem die Hilfe zur Selbsthilfe geben.

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Bertram Wildenauer, Gründer von Meisterwerk im Interview über die Anfangsphase des Gründens.

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Bertram Wildenauer- CEO
William Clifford Birtwell lll- CTO
Nick Sonnenberg- CPO

Ihr habt die „meisterwerk“-App entwickelt. Was steht dahinter und wie kam es zu dieser Geschäftsidee?

Meisterwerk ist ein digitales Tool für die effiziente Planung von Aufträgen und Mitarbeiter für Handwerksbetriebe. Wir Gründer waren damals Arbeitskollegen in einer digitalen Agentur und sind beim Feierabendbier ins Gespräch gekommen. Wir haben, beruflich betrachtet, einen handwerklichen Hintergrund und kennen aus eigener Erfahrung, wie unkoordiniert und analog die Branche aufgestellt ist.

Der Traum eines eigenen Unternehmens steckte also schon immer in dir?

Der Wunsch nach der Selbstständigkeit ist in der Zeit als Angestellter in Agenturen und bei digitalen Produkt-Dienstleistern stetig gewachsen. Wir waren damals immer dafür verantwortlich Lösungen für die Kunden zu entwerfen und gleichzeitig deren Wünsche und Ziele zu erfüllen. Diese haben aber selten mit den Bedürfnissen der Endnutzern übereingestimmt. Das führte am Ende oft dazu, dass die digitalen Produkte nicht gekauft oder benutzt wurden. Dadurch kam der Drang ein digitales Produkt mit wirklichem Mehrwert und Nutzen zu entwickeln, was uns schließlich dazu führte, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Was sind die wichtigsten Punkte, die man bei seinem Gründerteam beachten muss?

Zu uns Gründern, Nick Sonnenberg und Bertram Wildenauer, kam Anfang dieses Jahres William Birtwell als Chief Technology Officer (CTO) und technischer Mitgründer hinzu. Es ist wichtig, die für das jeweiligen business-relevanten Kernkompetenzen im Idealfall komplementär im Gründerteam zu haben. Die Vollständigkeit des Gründerteams sollte am Anfang oberste Priorität haben, damit das notwendige Wissen intern gegeben ist, man vom Start weg Fortschritt machen kann und später beim Fundraising keine Probleme bekommt, was für Investoren sehr wichtig ist. Auf persönlicher Seite sehe ich das Zwischenmenschliche sogar als einer der wichtigsten Punkte. Um ein Unternehmen aufzubauen und auch mal größere Herausforderungen meistern zu können, muss es schon passen und “klicken” zwischen den Gründern.

Welche „Geheim“-Tipps habt ihr für zukünftige Gründer, um erste Kunden zu gewinnen und ihr Start-Up ins Rollen bringen können?

Es kommt natürlich sehr auf das jeweilige Business an, mit welchem Sales- oder Marketingkanal man anfängt. Erfahrungswerte von Personen in diesem oder ähnlichen Bereichen sind sehr hilfreich. Generell gilt, keine Scheu vor Kundenkontakt zu haben, proaktiv auf diese zuzugehen und auszuprobieren, was funktioniert. Ganz am Anfang ist es dabei auch in Ordnung, manuelle und nicht skalierende Wege zu gehen (siehe “do things that don’t scale”). Auch sehr erfolgreiche Startups, wie Airbnb und Stripe, sind am Anfang Türklinken putzen gegangen, um ihre ersten Kunden zu gewinnen. Ganz nach diesem Motto sind wir anfangs zum Beispiel auf Baustellen gegangen und haben Handwerker auf der Straße angesprochen, um schnellen Zugang zum Entscheider zu bekommen. Diese Kunden gilt es dann gut zu pflegen. Anfangs hat man oft die Herausforderung, dass das Produkt noch nicht zu 100 Prozent vollständig ist oder die Funktionen fehlen. Genau diese Kunden sind es, die helfen ein starkes Feedback für das Produkt und den Service zu bekommen und um dann folgend Investoren zu überzeugen.

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