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Diversity Management

Gemeinsam kann das Ziel erreicht werden

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ADM hat die Paradigm for Parity®-Initiative unterzeichnet und ist Partner der Charta der Vielfalt. Für das Umsetzen seiner DE&I-Ziele, Diversity, Equity und Inclusion, setzt das Unternehmen auf Mitarbeiterengagement. Wir sprachen mit RAin Dr. Malgorzata Anna Hartwig, LL.M., Legal Counsel EMEA bei ADM, warum das DE&I-Programm so erfolgreich ist.

Frau Dr. Malgorzata Anna Hartwig

ADM

Frau Dr. Hartwig, Sie arbeiten aktiv im DE&I-Committee von ADM mit. Was ist Ihre Mission?

Meine Mission ist, bei ADM ein Umfeld zu schaffen, in dem alle Mitarbeitenden den Freiraum haben, sich unabhängig von den individuellen Gegebenheiten einzubringen und zu entwickeln. Jede*r soll sich geschätzt fühlen und entsprechend unterstützt werden.

Warum ist DE&I für ADM so wichtig?

Es gibt für uns als global agierendes Unternehmen keine Alternative. Wir möchten uns weiterhin erfolgreich entwickeln und Mehrwert für die Gesellschaft und die Umwelt schaffen. Wir müssen auch durch globale Herausforderungen zum Beispiel in Bezug auf Klima, Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit navigieren und diese meistern.

Dafür ist ein diverses Team unentbehrlich. Gelebte DE&I heißt Ideenreichtum, bessere Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung und gesteigerte Produktivität.

Welche Maßnahmen konnten Sie bislang umsetzen und welche Ziele möchten Sie 2022 erreichen?

Für DE&I haben wir vier Säulen etabliert und treiben diese voran. Das sind „Leadership Engagement, Training & Communication”, „Recruiting”, „Networking Sponsorship” mit dem Mentoring-Programm, den ERGs (Employee Resource Groups) und „ Advancement & Retention”. Wir führen regelmäßig Gespräche mit den Entscheidungsträgern über den jeweiligen Status quo und Wege, wie wir Parität erreichen können.

Sie haben bei ADM Women’s ERG (mit-) aufgebaut, um Mitarbeitende zu stärken – Eine Gruppe, in der sich Mitarbeitende auf freiwilliger Basis austauschen und gegenseitig coachen können. Auch Workshops bieten Sie an. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht, bzw. wie ist das Feedback der Mitarbeitende?

Die Initiative Women‘s ERG haben wir Ende letzten Jahres ins Leben gerufen. Die ERGs sind „Bottom-Up-Movements“ – durch Mitarbeitende, für Mitarbeitende. Die Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt ADM zu unterstützen, Parität bis zum 2030 zu erreichen und ist gleichwohl für Frauen und für Männer offen. Unser Ziel ist es, echte Gleichstellung zu schaffen. Das erreicht man nur durch die gemeinsame Anstrengung. Unser Motto ist: „Go together, go further“ – das gibt sehr gut wieder, was unser Ziel und unsere Arbeitsweise sind.

Die Initiative war von Anfang an sehr gut aufgenommen und ich bin sehr beeindruckt von dem Engagement und der Kreativität der Mitwirkenden! Aktuell haben wir über 400  Mitglieder in der EMEA-Region. Wir haben auch eine sehr lange Liste von Allys und Freunden der Initiative, für jedes Land berufen wir eine*n Country Ambassador, z.B. in Deutschland Sandra Seeger – sie leistet Großartiges. Die Beteiligungsquoten an europaweiten und lokalen Veranstaltungen und Diskussionsrunden sind sehr hoch, weil sich unter anderem die Themen und Formate an die realen Bedürfnisse der Mitarbeitenden richten.

Können Sie Gründe benennen, warum die ERGs so enorm erfolgreich sind?

Ich denke, es sind einerseits die Inhalte selbst, für die wir sehr positives Feedback bekommen, und andererseits die Möglichkeit, sich auf einer Plattform in geschützter Atmosphäre unkompliziert auszutauschen und über alle möglichen Grenzen hinweg zu vernetzen.

Wenn Sie in die Zukunft blicken: Was planen Sie als nächstes, welche Vision haben Sie für die Weiterentwicklung des Bereichs DE&I bei ADM?

Auf jeden Fall weitermachen, die DE&I-Säulen weiter ausbauen, Kontakte und Zusammenarbeit mit externen Netzwerken weiter pflegen. Zuhören, implementieren, nachverfolgen, bis wir die Ziele erreicht haben.

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Gelebter Kulturwandel

Welche Fähigkeiten und Interessen braucht man für Ihren Beruf?

Ein technisches Studium ist nach wie vor wichtig. Und nur wer von Technik begeistert ist, produziert neue Ideen und genießt seine Arbeit. Wichtig ist auch Offenheit und Verständnis für andere Kulturen. In einem global vernetzten Arbeitsumfeld, das wir bei Infineon haben, müssen Unterschiede in Vorteile verwandelt werden. Mir macht es zum Beispiel Spaß, seit Jahren eine Gruppe zu führen, die über drei Kontinente verteilt ist.

Frauen in der Technik sind eine wertvolle Bereicherung und können zu mehr Flexibilität und Agilität beisteuern.

Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit am meisten?

Die Aufgaben im Entwicklungsbereich wandeln sich von Jahr zu Jahr und werden zu neuen Herausforderungen. Neben der technischen Seite verändert sich auch die soziale Umgebung, wenn etwa in eingespielte Teams Mitarbeiter der „Generation Y“ integriert werden. An dieser doppelten Herausforderung wachsen wir alle.

Ist es für eine Frau schwieriger, in einem männerdominierten Berufsfeld zu arbeiten?

Ja, das ist es immer noch. Auch wenn der Kulturwandel bereits die ersten Früchte trägt. Es gibt genug Frauen, die sich dieser Herausforderung stellen. Leider gibt es auch jene, die versuchen in einem männerdominierten Berufsumfeld „bessere Männer“ zu sein. Das finde ich schade. Viele Manager haben die Vorteile von Diversity erkannt und leben diese Kultur in ihren Teams vorbildlich vor. Als Frau arbeitet man idealerweise für sie. Es gibt jedoch auch Führungskräfte, die noch Zeit brauchen.

Was muss sich Ihrer Meinung nach ändern, damit mehr Frauen technische Berufe wählen?

Ich sehe da zwei mögliche Handlungsräume. Zum einen ist es notwendig, dass die Unternehmen den Führungskräften gezielt die Vorteile von Gender Diversity deutlich machen. Nur so leben sie den Spirit. Auf der anderen Seite sollten Mädchen und junge Frauen bereits in Schulen ermutigt und unterstützt werden, sich für Technik und Naturwissenschaften zu interessieren.  

Welche beruflichen Ziele haben Sie persönlich für Ihre eigene Karriere?

Als Informatikerin und Elektrotechnikerin möchte ich weiterhin an spannenden Themen arbeiten, meine Mitarbeiter fördern, mehr Frauen für die Technik begeistern und sie für’s Unternehmen gewinnen. Natürlich möchte ich genügend Zeit auch für meine Familie haben.

Beenden Sie bitte den Satz. Frauen in der Technik sind…

… eine wertvolle Bereicherung und können mehr Flexibilität und Agilität beisteuern. Sie sind notwendig und willkommener denn je!

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