Skip to main content
Home » Karriere in MINT » Zukunft braucht Vielfalt: Wenn Frauen & Mädchen Zukunft schreiben
Karriere in MINT

Zukunft braucht Vielfalt: Wenn Frauen & Mädchen Zukunft schreiben

Foto: Shutterstock, 2482975491

Die technologische Zukunft Deutschlands hängt stark von guten MINT-Kompetenzen und der gleichberechtigten Teilhabe von Mädchen und jungen Frauen ab. 2024 erreichte der Anteil von MINT-Studienanfängerinnen mit 36 Prozent einen Höchststand, doch die Unterschiede zwischen den Fächern bleiben groß: Während in der Innenarchitektur 87 Prozent Frauen studierten, lag der Frauenanteil in der Fahrzeugtechnik bei nur 10 Prozent.

Tabea Schroer

Leitung der Bundeskoordinierungsstelle des Girls’Day

Warum Mädchen sich seltener für MINT entscheiden, ist gut erforscht

Gesellschaftliche Stereotype, fehlende weibliche Vorbilder und Unsicherheiten im eigenen Kompetenzverständnis prägen nach wie vor Bildungsentscheidungen. Frühe Förderung, kreative Lernumgebungen und klischeefreie Berufsorientierung können diesen Mustern aktiv entgegenwirken.

Seit dem Start des Girls’Day vor 25 Jahren wurden mehr als 2,5 Millionen Plätze für Schülerinnen in Bereichen wie IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik angeboten. Allein 2025 gab es 14.759 Angebote mit rund 130.000 Plätzen – davon fast 2.000 im Bereich EDV, IT, Robotik und Programmierung. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig praktische Einblicke für eine nachhaltige Nachwuchsentwicklung sind.

Auch der Gender Pay Gap ist im MINT-Kontext eklatant

2025 verdienten Frauen durchschnittlich 16 Prozent weniger als Männer, selbst bereinigt besteht eine Lohnlücke von 6 Prozent. Umso wichtiger ist es, Mädchen früh zu stärken und ihnen Zugang zu stabilen, zukunftssicheren Berufsfeldern zu eröffnen. Programme wie der Girls’Day, das Niedersachsen- oder NRW-Technikum und regionale MINT-Labore schaffen genau diese Zugänge: Sie ermöglichen praxisnahe Einblicke, stärken Selbstvertrauen und zeigen vielfältige Karrierewege auf.

Eltern, Lehrkräfte und Unternehmen können Mädchen unterstützen, indem sie Mut machen, technisches Interesse fördern, weibliche Vorbilder sichtbar machen und praxisnahe Erkundungen ermöglichen. Stereotype verändern sich, wenn junge Menschen erleben, dass Talente nicht geschlechtsspezifisch sind.

Der 25. Girls’ Day am 23. April 2026 lädt erneut dazu ein, Horizonte zu öffnen und stereotype Berufsbilder zu erweitern. 95 Prozent der teilnehmenden Schülerinnen empfehlen den Girls’Day weiter – weil sie neue Berufsfelder entdecken und praktische Erfahrungen sammeln konnten.

Die Arbeitswelt der Zukunft braucht Vielfalt – und Mädchen, die sie mitgestalten. Seien Sie dabei, unterstützen Sie Mädchen und junge Frauen auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft!

Weitere Informationen unter:

Next article