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Hochkritisch – so lässt sich die Anfangsphase jedes Startups treffend beschreiben. Viele gute Ideen treffen auf Hürden, weil Gründungsteams gerade am Anfang der Zugang zu Wissen und Ressourcen fehlt. Aus Investorensicht ist diese Anfangsphase ebenso heikel. Ohne konkretes Produkt, Kunden oder handfeste Ergebnisse in eine Idee zu investieren, fällt vielen schwer. So zeigt sich: Die Pre-Seed-Phase entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg.

Kostja Hausdörffer

Starthelfer

Um dieses Spannungsfeld zu vermeiden, muss das Team schnellstmöglich ein Minimum Viable Product (MVP) entwickeln, sodass es für Pre- und Seed-Investoren oder Pilotkunden interessant wird. Agile Methoden und das Kennenlernen verschiedener Unternehmenskulturen unterstützen sie dabei, ihr Ziel zu erreichen. Dies geschieht in Bremen mit dem Open Innovation Cycle by Starthaus – einer Initiative der BAB – Förderbank für Bremen und Bremerhaven.

Das Intensivprogramm dauert zwölf Wochen und ist neben dem Beruf durchlaufbar. Ziel ist, die Geschäftsidee und das -modell ressourcenarm zu entwickeln und zu validieren. Die Teilnehmenden lernen und kultivieren Lean Startup und agile Methoden im Tagesgeschäft. Durch das Einbinden von Branchenexperten, entwickeln sie stets kundenzentriert. Das Netzwerk gibt mehrfach Feedback zu dem Vorhaben. Aber nicht nur innerhalb des Teams verbessert der Austausch die Qualität und Schnelligkeit der MVP-Entwicklung. Die Teams und Alumni tauschen häufig Ressourcen untereinander und kommen so effizient weiter. Das Starthaus vermittelt auch bei Bedarf Interessenten für Pilotprojekte, Mentoren und bereitet auf Investorengespräche vor. 

Das macht die Region attraktiv für Gründende und Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell von der Idee zur Seed-Phase weiterentwickeln wollen. Auch Investoren treffen auf ein Ökosystem, das Ressourcen sammelt und teilt. Damit steigt die Chance, dass Investments zu erfolgreichen Gründungen und Weiterentwicklungen führen. Der Schlüssel zu einer starken Gründungsregion liegt so im Zusammenspiel der Akteure.

Sie möchten mehr erfahren?

Weitere Infornationen finden Sie unter starthaus-bremen.de

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Startup your business!

Bertram Wildenauer, Gründer von Meisterwerk im Interview über die Anfangsphase des Gründens.

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Bertram Wildenauer- CEO
William Clifford Birtwell lll- CTO
Nick Sonnenberg- CPO

Ihr habt die „meisterwerk“-App entwickelt. Was steht dahinter und wie kam es zu dieser Geschäftsidee?

Meisterwerk ist ein digitales Tool für die effiziente Planung von Aufträgen und Mitarbeiter für Handwerksbetriebe. Wir Gründer waren damals Arbeitskollegen in einer digitalen Agentur und sind beim Feierabendbier ins Gespräch gekommen. Wir haben, beruflich betrachtet, einen handwerklichen Hintergrund und kennen aus eigener Erfahrung, wie unkoordiniert und analog die Branche aufgestellt ist.

Der Traum eines eigenen Unternehmens steckte also schon immer in dir?

Der Wunsch nach der Selbstständigkeit ist in der Zeit als Angestellter in Agenturen und bei digitalen Produkt-Dienstleistern stetig gewachsen. Wir waren damals immer dafür verantwortlich Lösungen für die Kunden zu entwerfen und gleichzeitig deren Wünsche und Ziele zu erfüllen. Diese haben aber selten mit den Bedürfnissen der Endnutzern übereingestimmt. Das führte am Ende oft dazu, dass die digitalen Produkte nicht gekauft oder benutzt wurden. Dadurch kam der Drang ein digitales Produkt mit wirklichem Mehrwert und Nutzen zu entwickeln, was uns schließlich dazu führte, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Was sind die wichtigsten Punkte, die man bei seinem Gründerteam beachten muss?

Zu uns Gründern, Nick Sonnenberg und Bertram Wildenauer, kam Anfang dieses Jahres William Birtwell als Chief Technology Officer (CTO) und technischer Mitgründer hinzu. Es ist wichtig, die für das jeweiligen business-relevanten Kernkompetenzen im Idealfall komplementär im Gründerteam zu haben. Die Vollständigkeit des Gründerteams sollte am Anfang oberste Priorität haben, damit das notwendige Wissen intern gegeben ist, man vom Start weg Fortschritt machen kann und später beim Fundraising keine Probleme bekommt, was für Investoren sehr wichtig ist. Auf persönlicher Seite sehe ich das Zwischenmenschliche sogar als einer der wichtigsten Punkte. Um ein Unternehmen aufzubauen und auch mal größere Herausforderungen meistern zu können, muss es schon passen und “klicken” zwischen den Gründern.

Welche „Geheim“-Tipps habt ihr für zukünftige Gründer, um erste Kunden zu gewinnen und ihr Start-Up ins Rollen bringen können?

Es kommt natürlich sehr auf das jeweilige Business an, mit welchem Sales- oder Marketingkanal man anfängt. Erfahrungswerte von Personen in diesem oder ähnlichen Bereichen sind sehr hilfreich. Generell gilt, keine Scheu vor Kundenkontakt zu haben, proaktiv auf diese zuzugehen und auszuprobieren, was funktioniert. Ganz am Anfang ist es dabei auch in Ordnung, manuelle und nicht skalierende Wege zu gehen (siehe “do things that don’t scale”). Auch sehr erfolgreiche Startups, wie Airbnb und Stripe, sind am Anfang Türklinken putzen gegangen, um ihre ersten Kunden zu gewinnen. Ganz nach diesem Motto sind wir anfangs zum Beispiel auf Baustellen gegangen und haben Handwerker auf der Straße angesprochen, um schnellen Zugang zum Entscheider zu bekommen. Diese Kunden gilt es dann gut zu pflegen. Anfangs hat man oft die Herausforderung, dass das Produkt noch nicht zu 100 Prozent vollständig ist oder die Funktionen fehlen. Genau diese Kunden sind es, die helfen ein starkes Feedback für das Produkt und den Service zu bekommen und um dann folgend Investoren zu überzeugen.

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