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Am Forschungsflughafen Braunschweig finden Vordenker und Innovatoren eine Forschungsinfrastruktur, die europaweit ihresgleichen sucht. In Kombination mit einem robusten Gründer-Ökosystem in Braunschweig birgt das international bedeutende Mobilitätscluster am Forschungsflughafen eine Menge Startup-Potenzial für Luft- und Raumfahrt, Verkehrstechnik und die Automobilbranche.

Von „Hidden Champions“ ist oft die Rede, wenn es um Unternehmen geht, die zwar in der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend unter dem Radar fliegen, in ihrer Branche aber zu den Himmelsstürmern gehören. Die Aerodata AG ist so ein Hidden Champion – Weltmarktführer auf dem Gebiet der Flugvermessungssysteme und inzwischen auf fast allen Kontinenten präsent. An die Büros von Aerodata in Braunschweig schließen sich neben Labor und Produktion mehr als 3.500 m² Hangarfläche des Unternehmens an – direkt angebunden an das Rollfeld des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg. Kein Wunder, dass Aerodata den Forschungsflughafen Braunschweig auf seiner Homepage als den „idealen Standort, um Theorie und Praxis zu verbinden“ bezeichnet.

© Braunschweig Zukunft GmbH/Marek Kruszewski

Seit 2007 haben Bund, Land, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und die Stadt Braunschweig fast 300 Millionen Euro investiert, um eine Infrastruktur zu schaffen, die es in Europa kein zweites Mal gibt. An keinem anderen Flughafen sind so viele Forschungsflugzeuge, Windkanäle, Simulatoren und Prüfstände von derart hoher Qualität versammelt. Luft- und Raumfahrt, Verkehrstechnik, Automobilbranche – sie alle profitieren von diesen idealen Standortbedingungen, die ein Mobilitätscluster entstehen ließen, in dem heute rund 3.400 Beschäftigte in Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten. Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem Luftfahrt-Bundesamt sowie dem Niedersächsischen Forschungszentrum für Luftfahrt und dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (jeweils Zentren der TU Braunschweig) wird Spitzenforschung für die Mobilität der Zukunft betrieben – vom Leichtbau über die Aerodynamik bis zum autonomen Fahren. Ein erstklassiges Umfeld für innovative Unternehmen und beste Voraussetzung für die Entwicklung neuer, zukunftsweisender Geschäftsmodelle.

Apropos neue Geschäftsmodelle: Vor dem Aufstieg zum Hidden Champion hätte man Aerodata wohl mit einem anderen Anglizismus versehen, nur war der Begriff Startup Ende der 1980er Jahre in Deutschland wohl ebenso wenig verbreitet. Mit den Begrifflichkeiten hat sich auch das Gründer-Ökosystem über die Jahre weiterentwickelt, und so können Startups in Braunschweig heute auf eine wachsende Zahl von Unterstützungsprogrammen und Gründerorten zurückgreifen. 

So wie die circa zwei Jahre alte Okapi Orbits GmbH, die ebenso wie Aerodata aus der TU Braunschweig heraus entstand – genau genommen aus dem Institut für Raumfahrtsysteme mit Sitz direkt am Forschungsflughafen. Okapi Orbits will nichts Geringeres als mithilfe von Software Kollisionen von Satelliten und Weltraumschrott zu reduzieren, denn der Verkehr im All wird immer dichter. Neben der Unterstützung der TU Braunschweig für innovative Ausgründungsvorhaben durchliefen die „Okapis“ das vom Land Niedersachsen geförderte Startup-Zentrum Mobilität und Innovation (MO.IN).

Das MO.IN wird ebenso von der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft GmbH betrieben wie der Accelerator W.IN, an dem Okapi Orbits aktuell teilnimmt. Dieser legt den Fokus auf die Wachstumsphase und ist mit seiner Einbindung erfahrener regionaler Unternehmen der ideale nächste Schritt für das ambitionierte Startup. „Ein innovationsfreundliches Umfeld besteht für uns in der Kombination aus Forschungsstärke und gezielter Startup-Förderung“, so Gerold Leppa, Wirtschaftsdezernent der Stadt und Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH. „Dafür engagieren sich sowohl Stadt und Land als auch private Akteure und Unternehmen – das zeichnet den Innovationsstandort Braunschweig aus.“

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Startup your business!

Bertram Wildenauer, Gründer von Meisterwerk im Interview über die Anfangsphase des Gründens.

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Bertram Wildenauer- CEO
William Clifford Birtwell lll- CTO
Nick Sonnenberg- CPO

Ihr habt die „meisterwerk“-App entwickelt. Was steht dahinter und wie kam es zu dieser Geschäftsidee?

Meisterwerk ist ein digitales Tool für die effiziente Planung von Aufträgen und Mitarbeiter für Handwerksbetriebe. Wir Gründer waren damals Arbeitskollegen in einer digitalen Agentur und sind beim Feierabendbier ins Gespräch gekommen. Wir haben, beruflich betrachtet, einen handwerklichen Hintergrund und kennen aus eigener Erfahrung, wie unkoordiniert und analog die Branche aufgestellt ist.

Der Traum eines eigenen Unternehmens steckte also schon immer in dir?

Der Wunsch nach der Selbstständigkeit ist in der Zeit als Angestellter in Agenturen und bei digitalen Produkt-Dienstleistern stetig gewachsen. Wir waren damals immer dafür verantwortlich Lösungen für die Kunden zu entwerfen und gleichzeitig deren Wünsche und Ziele zu erfüllen. Diese haben aber selten mit den Bedürfnissen der Endnutzern übereingestimmt. Das führte am Ende oft dazu, dass die digitalen Produkte nicht gekauft oder benutzt wurden. Dadurch kam der Drang ein digitales Produkt mit wirklichem Mehrwert und Nutzen zu entwickeln, was uns schließlich dazu führte, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Was sind die wichtigsten Punkte, die man bei seinem Gründerteam beachten muss?

Zu uns Gründern, Nick Sonnenberg und Bertram Wildenauer, kam Anfang dieses Jahres William Birtwell als Chief Technology Officer (CTO) und technischer Mitgründer hinzu. Es ist wichtig, die für das jeweiligen business-relevanten Kernkompetenzen im Idealfall komplementär im Gründerteam zu haben. Die Vollständigkeit des Gründerteams sollte am Anfang oberste Priorität haben, damit das notwendige Wissen intern gegeben ist, man vom Start weg Fortschritt machen kann und später beim Fundraising keine Probleme bekommt, was für Investoren sehr wichtig ist. Auf persönlicher Seite sehe ich das Zwischenmenschliche sogar als einer der wichtigsten Punkte. Um ein Unternehmen aufzubauen und auch mal größere Herausforderungen meistern zu können, muss es schon passen und “klicken” zwischen den Gründern.

Welche „Geheim“-Tipps habt ihr für zukünftige Gründer, um erste Kunden zu gewinnen und ihr Start-Up ins Rollen bringen können?

Es kommt natürlich sehr auf das jeweilige Business an, mit welchem Sales- oder Marketingkanal man anfängt. Erfahrungswerte von Personen in diesem oder ähnlichen Bereichen sind sehr hilfreich. Generell gilt, keine Scheu vor Kundenkontakt zu haben, proaktiv auf diese zuzugehen und auszuprobieren, was funktioniert. Ganz am Anfang ist es dabei auch in Ordnung, manuelle und nicht skalierende Wege zu gehen (siehe “do things that don’t scale”). Auch sehr erfolgreiche Startups, wie Airbnb und Stripe, sind am Anfang Türklinken putzen gegangen, um ihre ersten Kunden zu gewinnen. Ganz nach diesem Motto sind wir anfangs zum Beispiel auf Baustellen gegangen und haben Handwerker auf der Straße angesprochen, um schnellen Zugang zum Entscheider zu bekommen. Diese Kunden gilt es dann gut zu pflegen. Anfangs hat man oft die Herausforderung, dass das Produkt noch nicht zu 100 Prozent vollständig ist oder die Funktionen fehlen. Genau diese Kunden sind es, die helfen ein starkes Feedback für das Produkt und den Service zu bekommen und um dann folgend Investoren zu überzeugen.

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