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„Die goldenen 20er-Jahre“: Die Zukunft ist digital

Foto: totojang1977 via Shutterstock

Schaut man auf die Aktienkurse deutscher Banken, dann kann einem schon manchmal angst und bange werden. Die Geldhäuser sind erschreckend wenig wert – und das nicht erst seit den jüngsten Börsenturbulenzen. Doch daraus kann man keine generelle Krise des Finanzsystems ableiten. Was wir erleben, ist ein massiver Wandel der Finanzbranche, der von der Digitalisierung getrieben wird.

Achim Berg

Präsident Bitkom e.V.

Im Mittelpunkt fast aller Finanzdienstleistungen standen in der Vergangenheit die Banken. Sie hatten eine Schlüsselstellung als Intermediäre inne und waren das Machtzentrum des Finanzwesens. Wer einen Kredit benötigte, egal ob als privater Häuslebauer oder als mittelständischer Betrieb, kam an seiner Hausbank nicht vorbei. Und wer Geld gespart hatte, sprach mit seinem Kundenberater in der örtlichen Filiale darüber, wie es sich gewinnbringend anlegen lässt. Doch diese Zeiten gehen zu Ende. Das ist kein Grund zur Klage, sondern eine riesige Chance – für die Kunden, für neue Wettbewerber und nicht zuletzt auch für die etablierten Banken selbst.

Doch wie sehen diese Veränderungen konkret aus?

Zum Beispiel der Zahlungsverkehr: Bislang dominieren in Deutschland Bargeld und die Debitkarte der Hausbank, die von den meisten weiterhin EC-Karte genannt wird. In Zukunft werden aber das Smartphone und die Smartwatch die Payment-Steuerungszentralen sein. Und dazu werden wir uns nicht irgend-
welche besonderen Bezahl-Apps auf das Gerät laden, sondern der Bezahlvorgang wird mit den Apps stattfinden, die wir ohnehin nutzen. Etwa mit unserer Messenger-App, mit der App, mit der wir Musik streamen, oder auch mit der Onlineshopping-App.

Zum Beispiel Immobilienkredit: Wer sich den Traum von der Eigentumswohnung oder dem Haus auf dem Land erfüllen will, geht nicht mehr in die nächste Bankfiliale. Stattdessen gibt es längst Onlineplattformen, die genau auf die individuellen Bedürfnisse und Verhältnisse zugeschnitten die attraktivsten Angebote
heraussuchen. Dabei bleibt in der Regel die Finanzierung selbst bei irgendeiner klassischen Bank oder Sparkasse (wenn auch nicht unbedingt mehr der „eigenen“ vor Ort), aber der Erstkontakt zum Kunden verschwindet ebenso wie die Marge, die für den Vermittler fällig wird.

Zum Beispiel Unternehmenskredit: Das kleine oder mittelständische Unternehmen ist bei der Finanzierung heute nicht mehr auf die Kreditlinie der Hausbank vor Ort angewiesen. Onlineplattformen bieten den gewerblichen Kunden schnell und ohne regionale Grenzen Zugang zur notwendigen Liquidität. Das ist ein klarer Vorteil für den Kreditnehmer, aber auch für die Kreditgeber, denn regionale Klumpenrisiken durch die Wirtschaftsstruktur vor Ort entfallen so. Dazu kommt, dass die Plattformen das Geld für die Kredite einsammeln und es so erstmals möglich wird, dass auch der Privatanleger vom Kreditgeschäft mit dem Mittelstand direkt profitiert. Auch große Fonds, die keinen Kontakt zu KMU halten, können über die Plattform nun ihr Geld in kleinen Tranchen verleihen. Auch hier gilt: Die Bank als Intermediär bekommt Konkurrenz und ist nicht mehr der einzige (oder auch nur erste) Ansprechpartner.

Das sind nur drei Beispiele, wie die Zukunft der Finanzwelt aussehen wird. Dazu kommen neue digitale Technologien wie künstliche Intelligenz oder die Blockchain. Das alles führt dazu, dass die Finanzbranche in wenigen Jahren völlig anders aussehen wird als heute. Wer konsequent auf Digitalisierung setzt und vor allem digital denkt und den Kunden in den Vordergrund rückt, dem eröffnen sich aus diesen Veränderungen riesige Chancen – und er steht womöglich vor goldenen 20er-Jahren.

Sie möchten mehr über die Arbeit des Bitkom e.V. erfahren?

Weitere Informationen finden Sie unter www.bitkom.org

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Sensible Dokumente im Homeoffice?

Cathrin Ribbrock

Marketingleiterin CenterDevice GmbH

Auch in Zeiten von Remote Work darf der Informationsfluss im Unternehmen nicht stocken. Wichtige Dokumente müssen überall und flexibel zur Verfügung stehen. Cathrin Ribbrock von CenterDevice verrät im Interview, wie digitale Lösungen das dezentrale Zusammenarbeiten mit Dokumenten erleichtern und wie die Datensicherheit dabei gewährleistet werden kann.

Das Coronavirus hat viele Unternehmen beinahe zur Digitalisierung gezwungen. Wie haben sich die vergangenen sechs Monate für Centerdevice entwickelt? 

Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie viele Unternehmen der Digitalisierung noch hinterherlaufen – hat aber auch gezeigt, dass Dinge möglich sind, wenn man sie denn machen muss. 

Wir haben in den letzten Monaten feststellen können, dass die Nachfrage für cloudbasierte Software angestiegen ist. Das Modell „Server im Keller“ hat langsam ausgedient. 

Als Unternehmen hatten wir keinerlei Probleme mit dem plötzlichen Wechsel ins Homeoffice, wir haben unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen schon „vor Corona“ ermöglicht, auch im Homeoffice zu arbeiten. Entwicklungsmeetings fanden aufgrund unterschiedlicher Standorte immer schon auch online statt. 

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Wie unterstützen Ihre Lösungen Anwender in den Themen Remote Work und Home-Office? 

CenterDevice ist die deutsche Unternehmenscloud für den einfachsten Umgang mit sensiblen Dokumenten. Wir möchten, dass unsere Kunden besser und sicherer mit Dokumenten im Team arbeiten. Besser heißt: Egal wo man ist, hat man Zugriff auf alle Dokumente an denen man arbeiten muss und kann imTeam daran arbeiten – ganz ohne VPN oder E-Mail-Anhänge. Sicherer bedeutet: Besonders die sensiblen Dokumente sind in CenterDevice hervorragend aufgehoben. Statt Faxübermittlung, Versand per Kurier oder Transferdienste bieten wir die sichere Unternehmenscloud, auf die Sie sich verlassen können.

Wer wichtige Daten und Dokumente im Home Office versenden und bearbeiten will, möchte den möglichst umfangreichsten Schutz dieser garantiert bekommen. Welche Maßnahmen und Lösungen kombinieren Sie dabei, um den höchstmöglichen Grad an Sicherheit zu gewährleisten?

Sicher ist sicher. Deswegen verschlüsseln wir einfach alles: Jedes Dokument und alle Metadaten. Immer. Wir übertragen verschlüsselt. Wir speichern verschlüsselt. Und jeder Verarbeitungsschritt bis hin zur Löschung passiert verschlüsselt.

Ob wir wirklich tun, was wir versprechen, ist für den Kunden nur schwer einzuschätzen. IT ist und bleibt eine Vertrauenssache. Deshalb lassen wir von externen, unabhängigen Experten die Umsetzung und Angemessenheit unserer Prozesse und Techniken regelmäßig nach dem derzeit wichtigsten Testat für Cloud-Anwendungen, dem C5 des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) testieren. Der C5 ist für Cloudprodukte das derzeit wichtigste und umfangreichste Testat. Er wird vom BSI für alle Cloudprodukte, die von Bundesbehörden und -ministerien eingesetzt werden, vorgeschrieben.

Wir sichern alle Dokumente nach jeder Änderung vollautomatisch in unser Backup-System. Doch wir verlassen uns nicht darauf, denn Backups bieten nur dann wirklichen Schutz, wenn die Daten im Katastrophenfall tatsächlich wiederhergestellt werden können. Deshalb testen wir die Datensicherungen wöchentlich vollautomatisch, indem wir das komplette Backup in einer separaten Umgebung wiederherstellen und die Integrität der wiederhergestellten Daten durch Funktionstest penibel prüfen.

Foto: Kaspars Grinvalds via Shutterstock

Besonders Firmen, die erst kürzlich auf digitale Arbeitsweisen umgestiegen sind, scheuen sich vor komplizierten oder zu komplexen/unverständlichen Lösungen. Wie schaffen Sie es, ihren Kunden eine einfache und sichere digitale Arbeitsweise sicherzustellen?

CenterDevice ist sehr einfach. Jeder, der einen Browser öffnen kann, kann auch mit CenterDevice arbeiten. Nach dem Speichern können Dokumente einfach per Klick mit anderen Mitarbeitern, Geschäftspartnern oder Kunden geteilt werden. Änderungen an Dokumenten werden bei der Speicherung automatisch als neue Versionen angelegt. Die Arbeit mit sensiblen Dokumenten soll bei höchster Sicherheit so einfach sein, wie mit jedem anderen Dokument.

Wir achten bei der Entwicklung neuer Funktionen darauf, dass die Anwendung jederzeit nutzbar bleibt und dass Abläufe nur so komplex wie nötig sind.

Wir glauben, dass Technologie die Arbeit erleichtern muss. Sie ist kein Selbstzweck, sondern muss so gut werden, dass sie unsichtbar wird. So können Teams sich ganz auf ihre Projekte konzentrieren – anstatt auf den Umgang mit Werkzeugen. 

Natürlich unterstützen wir unsere Kunden sowohl bei der Einrichtung der Anwendung, als auch bei der täglichen Arbeit. Neben Webinaren und persönlichen Schulungen stellen wir unseren Kunden umfangreiches Videomaterial und Tutorials zur Verfügung. Außerdem besteht jederzeit die Möglichkeit, uns telefonisch zu erreichen. 

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Welche Erkenntnisse konnten sie aus ihrer Zusammenarbeit mit ihren Kunden ziehen? Worauf legen Unternehmen bei digitalen Home-Office Lösungen wert?

In vielen Unternehmen und Organisationen war dezentrale oder Homeoffice-Arbeit unbekannt. Mitarbeiter hatten durch Corona von zuhause keinen Zugang zu Informationen und Dokumenten mehr. Sie waren plötzlich abgeschnitten. VPN-Lösungen waren zu kompliziert in der Einrichtung und E-Mail-Kommunikation zu unsicher. Also haben sich Unternehmen und Selbständige auf die Suche nach einfachen und schnell anzuwendenden sicheren Cloud-Lösungen gemacht. 

In erster Linie ging es den meisten darum, die Kommunikation wiederherzustellen und in zweiter Linie, die Sicherheit zu gewährleisten. 

Wir haben dies an den Internetsuchen gesehen: es wird viel nach zertifizierten oder testierten Cloudanwendungen gesucht. Die Anwender haben insbesondere unser digitales Angebot an Tutorials und Videos zur Einrichtung und zum Start in Anspruch genommen. Unser Eindruck war, dass neben den Video-Konferenzlösungen, cloudbasierte Dokumentenlösungen am stärksten im Markt nachgefragt wurden, um effiziente und vor allem sichere Homeoffice-Arbeit zu gewährleisten. 

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