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CORPORATE HEALTH

Zukunft Personal Süd und Corporate Health Convention – Frischer Wind für Ihre HR-Arbeit

Nach zwei Jahren Pause lädt spring Messe Management vom 05. bis 06. April 2022 erstmalig Besucher:innen wieder live auf die Zukunft Personal Süd (ZP Süd) und die Corporate Health Convention (CHC) in Stuttgart ein.

Mehr als 250 Aussteller und 5.000 HR- Experten informieren Sie über innovative Produkte, Services und Best Practices für Ihre HR-Arbeit. Der auf der ZP Süd und CHC gebotene Marktüberblick ist umfassend und deckt alle Bereiche entlang der Employee Experience ab: Recruiting & Attraction, Operations & Services, Learning & Development, Corporate Health und Future of Work.

Weiterhin bieten die renommierten HR-Messen durch 170 Vorträge exklusive Einblicke in alle wichtigen HR-Aspekte von Recruiting, Fortbildung und Digitalisierung über Leadership bis hin zu New Work. Die CHC hat ihren Schwerpunkt im betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Interessenten der Corporate Health Kampagne stellt der Veranstalter ein kostenloses All-Days-Ticket zur Verfügung

Auszug aus unserem Programm

Erfahren Sie auf 7 Bühnen, was hochkarätige Expert:innen zu sinnhaftem Arbeiten, Arbeitgebersichtbarkeit, Fachkräftemangel und digitaler Transformation zu sagen haben.

  • „Grüne Fußabdrücke hinterlassen: Mit HR Arbeit die Zukunft nachhaltig gestalten“ – Sven Elbert, Fosway, Prof. Dr. Rupert Felder, Heidelberg Gruppe
  • „Corporate Influencer – Die neuen Rockstars am Marketinghimmel?“ – Dr. Irène Y. Kilubi, Joint Generations
  • „Future Skills und Future Talents: Was brauchen wir in Zukunft mehr denn je?“ – Prof. Dr. Yasmin Weiß, TH Nürnberg
  • „Entscheidungen treffen – Ziele erreichen“ – Kati Wilhelm, Biathletin
  • „Kollege Roboter: Zukunft der Arbeit im Maschinenbau“ – Gunnar Barghorn (Humanunternehmer), Almut Rademacher (Owl Maschinenbau e.V.), Ronald Bachmann (RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V.), Gunnar Sohn (Publizist)
  • „Fit for Future: Führung & Organisation in der Transformation“ – Joachim Gutmann (Herausgeber HR-Trends 2022), Prof. Dr. Cathrin Eireiner (Hochschule Pforzheim), Dr. Philip Wenzel (BMW Group), Oliver Maassen (Trumpf SE + Co, KG)
  • „Für Körper, Geist und Seele: Wie Unternehmen Gesundheit fördern und Eigenverantwortung stärken“ – Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, Grönemeyer Institut Bochum

Übersicht Zukunft Personal Live-Messen 2022

Zukunft Personal Süd – 05. – 06. April 2022, Stuttgart

Corporate Health Convention – 05. – 06. April 2022, Stuttgart

Zukunft Personal Nord – 03. – 04. Mai 2022, Hamburg –

Zukunft Personal Europe – 13. – 15. September 2022, Köln

Mehr auf www.zukunft-personal.com

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Corporate Health reloaded: Psychische Gesundheit in einer sich wandelnden Arbeitswelt

Wie die Statistiken der gesetzlichen Krankenkassen zeigen, nimmt der Anteil psychischer Erkrankungen an den Arbeitsunfähigkeitstagen kontinuierlich zu. Anhand von Daten der DAK illustriert Abb. 1 diese Entwicklung.  Daneben steigen die Anteile der Personen, die erstmals eine Erwerbsminderungsrente infolge psychischer Erkrankung erhalten[1].

Prof. Dr. Gudrun Faller

Mitglied des Vorstands im Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement e.V.

Gründe für diese Entwicklungen liegen darin, dass psychische Erkrankungen heute weniger tabuisiert sind als früher, was dazu führt, dass sie von betroffenen Personen eher offenbart und von ärztlicher Seite häufiger erkannt und diagnostiziert werden1. Darüber hinaus deutet vieles darauf hin, dass Transformationsprozesse im Arbeitsleben einen nicht zu unterschätzenden Anteil an den dargestellten Entwicklungen haben. Eine Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse, mangelnde Planbarkeit und widersprüchliche Arbeitsanforderungen, Multitasking und Zeitdruck sind Ausdruck einer sich wandelnden Arbeitswelt.

So kommt eine repräsentative Langzeitstudie der BAuA mit rund 20.000 Beschäftigten zu dem Ergebnis, dass sich die Arbeitsintensität seit über zehn Jahren auf einem hohen Niveau bewegt und die daraus resultierende subjektive Belastung bei den Beschäftigten zugenommen hat. Zudem sind Merkmale gestörter Erholungsprozesse bei den Erwerbstätigen weit verbreitet[2].

Parallel dazu sind in den letzten Jahrzehnten die Anteile prekärer Beschäftigungsverhältnisse angestiegen[3]. Aus diesen resultieren sowohl soziale Notlagen trotz Arbeit, als auch disziplinierende Wirkungen auf die nicht prekär Beschäftigten[4].

Angesichts dieser Entwicklung sind Maßnahmen, die nur am Gesundheitsverhalten oder der Erholungsfähigkeit von Beschäftigten ansetzen, nicht ausreichend. Notwendig sind vielmehr nachhaltige betriebliche Veränderungsprozesse, welche auf die arbeitsbedingten Ursachen beeinträchtigter Gesundheit fokussieren. Letztere sind gemeinsam mit den Beschäftigten zu erfassen und zu bewerten. Aus den Ergebnissen dieser Beurteilung sind in Abstimmung mit den Betroffenen und den betrieblich verantwortlichen Personen angemessene Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen. Auf gesellschaftlicher Ebene ist es flankierend notwendig, soziale Sicherheit und Gesundheitsschutz zu stärken und damit der sich vertiefenden sozialen Spaltung entgegenzuwirken.

Unabhängig davon, welche Faktoren für die Zunahme der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen letztlich ausschlaggebend sind und welche Positionen hierzu von den Akteur*innen vertreten werden, ist offensichtlich, dass psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit mit erheblichen Kosten für Unternehmen, Versorgungseinrichtungen, Verwaltungen, Krankenkassen und Rentenversicherung einhergeht[5].

Bei der Implementierung von entsprechenden, an den arbeitsbedingten Ursachen ansetzenden Interventionen geht es daher nicht allein um Teilhabe und Humanität in der Arbeitswelt, sondern um schlichte ökonomische Notwendigkeiten ebenso wie um Gestaltungsansätze für die, in eine neue historische Phase einmündende gesellschaftliche Konstitution von Arbeit.

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[1] https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/DE/Presse/Pressemitteilungen/pressemitteilungen_archive/2021/2021_11_30_psych_erkrankungen_erwerbsminderung.html
[2] BAuA (2020). Stressreport Deutschland 2019: Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
[3] Faller G. (2020). Atypische Beschäftigung – ein Handlungsfeld für Prävention und Gesundheitsförderung bei der Arbeit. Public Health Forum, 28 (2) 117-120.
[4] Dörre K. (2006) Prekäre Arbeit und soziale Desintegration. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/29490/prekaere-arbeit-und-soziale-desintegration/
[5] Badura, B. (2021). Prävention schützt die Bevölkerung und stützt die Wirtschaft. In Badura B.; Ducki A.; Schröder H.; Meyer M. (Eds.), Fehlzeiten-Report 2021: Betriebliche Prävention stärken – Lehren aus der Pandemie. Berlin, Heidelberg: Springer, S. 163-168.

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